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Distrikt Sinazongwe · Südprovinz, Sambia

Nzenga Community School

In Nzenga, einem Dorf am Karibasee im Süden Sambias, lernen rund 300 Kinder bis heute ohne ein festes Klassenzimmer. Unterrichtet wird in Unterständen aus Holzpfosten, Wellblech und alten Säcken oder im Schatten eines Baobabs. Gemeinsam mit der Dorfgemeinschaft und unseren Partner*innen vor Ort bereiten wir jetzt den Bau eines Klassenblocks mit drei Räumen vor. Gebaut wird voraussichtlich in der Trockenzeit 2027.

  • ~300 Schüler*innen
  • 5 freiwillige Lehrkräfte
  • 3 neue Klassenräume
  • 2 staatliche Lehrkräfte zugesagt

Lernen unter Wellblech und Baobabs

Nzenga liegt am Ufer des Karibasees, ohne Strom und ohne fließendes Wasser. Die staatlichen Schulen sind für viele Kinder zu weit weg. Manche laufen schon heute bis zu sieben Kilometer, und der Weg nach Sinazongwe führt in der Regenzeit über einen großen Fluss. Deshalb hat das Dorf 2021 seine eigene Schule gegründet, seit 2025 ist sie staatlich anerkannt.

Ein festes Gebäude hat sie bis heute nicht. Die Kinder lernen in offenen Unterständen aus Holzpfosten, Wellblech und alten Säcken oder im Schatten eines Baobabs, an dessen Stamm die Tafel hängt. Sie sitzen auf Holzstämmen und Ziegelsteinen, und wenn es regnet, fällt der Unterricht oft aus. Und trotzdem wird hier gelernt. Fünf Freiwillige unterrichten die Kinder, bisher ohne Lohn.

Eine Gruppe von Menschen sitzt im Freien unter großen, kahlen Bäumen auf trockenem Boden unter blauem Himmel

Geplant ist ein Klassenblock nach dem Standardplan des Bildungsministeriums, mit drei Klassenräumen, Büros, Lagerräumen und überdachten Veranden. Vormittags lernen dort die Klassen 4 bis 6, nachmittags die Klassen 1 bis 3. Für einen späteren Stromanschluss sind Leerrohre eingeplant. Und die Baobabs, unter denen heute noch unterrichtet wird, sollen möglichst stehen bleiben.

Ein Dorf, das an seine Kinder glaubt

2025 formten die Eltern in Nzenga Lehmziegel mit eigenen Händen, um ihren Kindern endlich Klassenräume zu bauen. Dann kam der Regen und zerstörte Ziegel und Fundamentgräben. Aufgegeben haben sie trotzdem nicht. Als wir im September mit dem Dorf unter den Baobabs saßen, lag dort schon ein großer Haufen Sand, den die Gemeinde für den neuen Bau angefahren hatte. Das hat uns tief berührt.

Beim Bau räumen sie das Baufeld und packen beim Ausheben der Fundamente mit an. Eine Familie hat der Schule ihr Land kostenlos überlassen, und ein Brunnen ist schon gebohrt. Wenn 2027 der Klassenblock steht, steckt darin auch ihre Arbeit.

Offener Unterrichtsraum mit Wellblechdach, Holzpfosten, schwarzer Tafel und rustikalen Holzbänken auf sandigem Boden

Was drei Räume verändern

Für rund 300 Kinder heißt das, zum ersten Mal verlässlich lernen zu können, bei Regen wie bei Hitze. Sobald der Block steht, schickt die Schulbehörde mindestens zwei ausgebildete Lehrkräfte, die der Staat bezahlt. So hat sie es schriftlich zugesagt. Auch Schulmöbel sollen kommen.

Wo Kinder lernen dürfen, beginnt eine andere Zukunft.

Ein älterer Mann mit dunkler Haut und hellem Haar lächelt leicht in die Kamera, trägt ein grün-weiß kariertes Hemd

„Der neue Klassenblock ist ein Gewinn für die ganze Gemeinde in Nzenga. Der Ort wird gestärkt aus dieser Maßnahme hervorgehen. Ich freue mich das Projekt mit Wald schafft Zukunft umzusetzen."

— Louis Nawa, Projektleiter Sambia

Bisheriger Fortschritt

Das ist geplant

2027: Geplant
  • Offen: Schulgebäude mit 3 Klassenzimmern
  • Offen: Toiletten
2028 Geplant
  • Offen: Schulgarten mit Brunnen

Das Projekt wird von der Reiner Meutsch Stiftung FLY & HELP finanziert. Dafür sind wir sehr dankbar.

Logo der Fly & Help Stiftung

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