Kutendekelo Training Hub (KUTH)

Gemeinschaften stärken. Lebensgrundlagen sichern. Zukunft aufbauen.

Der Kuntendekelo Training Hub (KUTH) ist ein von der sambische Organisation Kuntendekelo Training Foundation (KTF) entwickeltes Projekt. Das Projekt wird im Gebiet Chief Chamuka im Distrikt Chisamba (Zentralprovinz, Sambia) umgesetzt. Der Name Kuntendekelo bedeutet sinngemäß „an der Quelle“ oder „am Anfang“.

KUTH arbeitet an der Schnittstelle von sozialer Gerechtigkeit, Klimaschutz und Existenzsicherung. Ein besonderer Fokus liegt auf der Stärkung von Frauen und Mädchen, die von Armut, Klimafolgen und struktureller Benachteiligung besonders betroffen sind.

Wo Umweltzerstörung den Alltag bestimmt

Die Region ist stark von Abholzung, Bodendegradation und den Folgen des Klimawandels betroffen. Jährlich gehen in Sambia große Waldflächen verloren – unter anderem durch Holzkohleproduktion und nicht nachhaltige Landwirtschaft. Die Konsequenzen sind Dürren, unregelmäßige Regenzeiten, Ernteausfälle und wachsende Ernährungsunsicherheit.

KUTH begegnet diesen Herausforderungen mit einem integrierten Ansatz aus Wiederaufforstung, nachhaltiger Landnutzung, Wissensvermittlung und alternativen Einkommensmöglichkeiten.

Gemeinsam handeln – lokal verankert, langfristig wirksam

In Zusammenarbeit mit KUTH unterstützen wir Projekte, die ökologische Wiederherstellung mit sozialer und wirtschaftlicher Stärkung der lokalen Bevölkerung verbinden. Ziel ist es, zerstörerische Abhängigkeiten zu reduzieren und tragfähige Perspektiven zu schaffen.

Schwerpunkte unserer Zusammenarbeit:

  • Aufbau und Unterstützung von Baumschulen zur Wiederaufforstung
  • Förderung nachhaltiger Anbaumethoden (z. B. Permakultur, syntropische Landwirtschaft)
  • Schulungen zu klimaangepasster Landwirtschaft
  • Unterstützung alternativer Einkommensquellen (z. B. Holzkohle-Briketts, Lebensmittelverarbeitung)
  • Einbindung von Gemeinden, Schulen und lokalen Gremien in Umwelt- und Klimaschutz

Selbstorganisation ermöglichen – Lebensgrundlagen schützen

Ziel unserer Unterstützung ist die Stärkung lokaler Selbstorganisation, der Schutz natürlicher Ressourcen und die nachhaltige Verbesserung der Lebensbedingungen – insbesondere für Frauen und Familien.

Ein Ansatz, der zusammen denkt

KUTH verbindet ökologische Verantwortung mit sozialem Wandel. Bildung, Ernährungssicherheit, Klimaschutz und wirtschaftliche Perspektiven werden nicht getrennt betrachtet, sondern als gemeinsame Grundlage für eine lebenswerte Zukunft. Genau hier setzt auch unser Ansatz der Hilfe zur Selbsthilfe an.

Stand: März 2026

Q1 von 4: Aktueller Projektverlauf

Seit drei Monaten läuft unser KUTH-Projekt im Süden Sambias (Distrikt Chisamba). In dieser ersten Phase wurden wichtige personelle, organisatorische und fachliche Grundlagen geschaffen, damit Aufforstung, Bildung und einkommensschaffende Maßnahmen langfristig wirken können. Damit ist ein wichtiger Schritt geschafft, um das Projekt nicht nur anzustoßen, sondern langfristig tragfähig umzusetzen.

Zu den wichtigsten Meilensteinen der Anfangsphase gehören:

  • Aufbau eines lokalen Kernteams für die operative und fachliche Projektarbeit
  • offizielle Unterstützung des Projekts durch Chief Chamuka
  • Beginn der Community-Mobilisierung vor Ort
  • Beschaffung von mehr als 12.000 Pflanzbeuteln
  • Ankauf von über 20.000 Samen verschiedener einheimischer Baumarten
  • erste Schulungen in Permakultur, Agroökologie und Pilzproduktion
  • Aufbau einer kurzfristigen Produktionseinheit mit Gemüse wie Zwiebeln, Okra, Kohl und Auberginen

Besonders wichtig ist uns dabei der ganzheitliche Ansatz des Projekts. Es geht nicht allein darum, Bäume zu pflanzen. Es geht darum, Wissen aufzubauen, lokale Strukturen zu stärken und gemeinsam Perspektiven zu schaffen, die langfristig Bestand haben.

Ergänzend zur Aufforstung wurde deshalb bereits eine Produktionseinheit aufgebaut, die einen Beitrag zur Selbsttragfähigkeit des Projekts leisten soll. Gleichzeitig wurden erste Gespräche mit Frauengruppen und weiteren lokalen Akteuren geführt. Die Resonanz vor Ort ist positiv und zeigt, wie wichtig es ist, ökologische Maßnahmen mit Bildung, Beteiligung und praktischen Einkommensperspektiven zu verbinden.

Nach dem erfolgreichen Start richtet sich der Blick nun auf die nächste Projektphase: die weitere Arbeit in der Baumschule, die Vertiefung der Zusammenarbeit mit den Gemeinden und die Vorbereitung auf die Pflanzung von 25.000 Bäumen im ersten Projektjahr.

Das Projekt wird durch die Deutsche Postcode-Lotterie und die Stiftung «Wald schafft Zukunft» gefördert.